Über uns

„Deutsch-Französisches Master- und Doktorandenprogramm“ des Historischen Seminars der Universität Heidelberg und der Mention Histoire der Ecole des Hautes Etudes en Sciences sociales (EHESS) – es kommt nicht von ungefähr, dass der offizielle Name unseres Programms etwas sperrig klingen mag. Denn unser Programm bietet vielfältige und flexible Möglichkeiten des Geschichtsstudiums an gleich zwei der renommiertesten wissenschaftlichen Einrichtungen Frankreichs und Deutschlands.

Unsere Studierenden haben das Privileg, während ihres Geschichtsstudiums sehr individuelle Forschungsinteressen verfolgen zu können: Das Programm ermöglicht sowohl ein forschungsorientiertes und gut betreutes Studium auf Masterniveau mit vollgültigem Doppelabschluss der EHESS und der Universität Heidelberg als auch ein mit größtmöglicher Freiheit zu gestaltendes Doktorandenstudium mit binationaler Promotion. Das Doktorandenprogramm steht sowohl Absolventinnen und Absolventen unseres Masterprogramms, die ihre Forschungen in bewährter Konstellation fortsetzen und erweitern wollen, als auch Quereinsteigern von außerhalb offen.

Die Leitprinzipien der integrierten Studiengänge bestehen in

  • der Hinführung zu eigenständiger historischer Forschung in den Sprachen Französisch und Deutsch,
  • der Vermittlung vertiefter Fachkenntnisse mit einem Schwerpunkt auf den wissenschaftlichen und kulturellen Traditionen der Geschichtswissenschaft in Frankreich und Deutschland und der Vermittlung praktischer Erfahrungen im Umgang mit ihnen,
  • der Verbindung und Harmonisierung charakteristischer Elemente der akademischen Traditionen beider Länder,
  • einer konsequenten Forschungsorientierung auf die individuellen Forschungsprojekte der Studierenden und Doktoranden, die grundsätzlich von Betreuerinnen und Betreuern an beiden Einrichtungen begleitet werden,
  • der interdisziplinären Reflexion in Geschichts- und Sozialwissenschaften,
  • einem forschungsnahen beruflichen Praxisbezug, u. a. durch Praktika und die Mitwirkung an der Gestaltung von Workshops/Ateliers.

Der Masterstudiengang kann bereits auf ein längeres Bestehen zurückblicken. Ins Leben gerufen wurde er im Jahr 2008 auf Initiative von Thomas Maissen, Professor für Geschichte der Frühen Neuzeit am Historischen Seminar in Heidelberg, seiner Mitarbeiterin Isabelle Deflers (jetzt Freiburg) sowie von Stéphane Audoin-Rouzeau, Directeur d’études an der EHESS und Vincent Duclert, Directeur d’études an der EHESS. Die Deutsch-Französische Hochschule (DFH) fördert den Studiengang seit seiner Gründung. Auch deshalb konnte er bereits nach kurzer Zeit hohe internationale Attraktivität entfalten. Er hat in kurzer Zeit bereits zahlreiche ausgezeichnete Absolventinnen und Absolventen hervorgebracht. Im Jahre 2012 haben beide Partner zudem vereinbart, die Kooperation auch auf die Ebene des Promotionsstudiums auszudehnen und den Master in ein ebenfalls von der DFH gefördertes PhD-Track-Programm zu integrieren.

Viele engagierte Lehrende, Koordinatorinnen und Koordinatoren haben das Programm nachhaltig geprägt: so vor allem Isabelle Deflers, Moritz Baumstark und Johan Lange auf Heidelberger und Franziska Heimburger, Jean-Dominique Delle Luche und Cléo M. Carastro auf Pariser Seite. Seit Herbst 2013 leitet Antoine Lilti als Directeur der Mention Histoire das Programm im Namen der EHESS. Ihm stehen Julien Blanc und Emmanuel Saint-Fuscien als directeurs adjoints, Antonin Dubois als Dozent des Séminaire franco-allemand und Ansprechpartner für die Studierenden und Marie Calvary für die administrative Koordinierung zur Seite.

In Heidelberg hat infolge des Wechsels von Thomas Maissen als Direktor des Deutschen Historischen Instituts nach Paris im Herbst 2013 Nikolas Jaspert, Professor für Mittelalterliche Geschichte, die Leitung des Programms übernommen. Er wird administrativ unterstützt von Sebastian Kolditz (Doktorandenprogramm) und Aaron Jochim (Koordination Master), während Sven Externbrink als Dozent des Deutsch-Französischen Kolloquiums das inhaltliche Profil des Studiengangs besonders prägt.

Siehe auch
Team
Die Institutionen