Telekommunikation

Handy

Auf Telefonzellen – wie diese in Paris – ist man zum Glück nur noch selten angewiesen. Bild: Rüdiger Wölk, Münster/CC-by

Grundsätzlich ist es bezahlbar geworden, mit einem französischen Handy in Deutschland bzw. mit einem deutschen Handy in Frankreich zu telefonieren. Vor hohen Roaming-Gebühren muss man heutzutage kaum mehr Angst haben, von 2017 an werden sie sogar ganz wegfallen – es spricht im Grunde nichts dagegen, Handy und Rufnummer aktiv im jeweils anderen Land zu nutzen. Problematisch bleibt die passive Erreichbarkeit für andere. Zwar kann man selbst problemlos Handy- und Festnetznummern im besuchten Land zu Inlandskonditionen des eigenen Landes anrufen und auch im Internet surfen. Ein Franzose, der in Paris seinen deutschen Kommilitonen unter einer mit 0049… beginnenden Handynummer erreichen will, muss die Gebühr für ein Auslandsgespräch entrichten – selbst sich besagter Kommilitone gleich nebenan befindet. Aus diesem Grund besorgen sich viele Studierende trotzdem eine Prepaid-SIM-Karte des jeweils anderen Landes und benutzen entweder ein Zweithandy oder ein Handy, das zwei SIM-Karten gleichzeitig unterstützt. Smartphone-Nutzer/-innen können Gebühren für von ihnen initiierte Auslandsgespräche oder Nachrichten umgehen, indem sie Messenger-Apps oder die Telefoniefunktionen in sozialen Netzwerken verwenden. Diese Verbindungen werden über die Internetverbindung vermittelt und verursachen daher keine Zusatzkosten. Gerade für die Kommunikation mit der/dem Betreuer/-in der eigenen Forschungsarbeit haben sich hingegen Videotelefonate z.B. via Skype bewährt.

Festnetzanschlüsse werden in den Wohnheimen in Paris und Heidelberg in der Praxis kaum mehr genutzt, zumal dafür Zusatzkosten anfallen und eigene Verträge nötig sind. In Wohngemeinschaften in Privatwohnungen gibt es meist Telefon- und/oder Internetverträge, die von den Vormieter/-innen übernommen werden können oder auf den Namen der/des Besitzers/Besitzerin laufen.


Internetzugang in den Einrichtungen der Universitäten

An der Universität Heidelberg wird das Eduroam-System genutzt, in dem mehrere Geräte gleichzeitig mit demselben Konto eingeloggt sein können (z.B. ein Smartphone und ein Notebook). Der Login in das Netz “eduroam” ist mit den allgemeinen Zugangsdaten (“Uni-ID”) an der Universität Heidelberg und dem dafür genutzten Passwort möglich, allerdings muss an den Benutzernamen wie z.B. “ab123” noch “@uni-heidelberg.de” angehängt werden, der Benutzername im WLAN lautet also beispielsweise “ab123@uni-heidelberg.de” (nicht zu verwechseln mit der persönlichen E-Mail-Adresse vorname.nachname@uni-heidelberg.de). Die Nutzung des Netzes “UNI-WEBACCESS” sollte dagegen vermieden werden, weil alle Daten unverschlüsselt gesendet werden und bei jeder Nutzung eine neue Passworteingabe nötig ist. Weitere Informationen gibt es auf dieser Internetseite des Rechenzentrums der Universität Heidelberg.

An der EHESS Paris befindet sich das Eduroam-System noch im Aufbau. Bereits jetzt können Heidelberger Studierende ihre Heidelberger Zugangsdaten im dortigen “eduroam”-Netz nutzen, wenn ein Gerät in Heidelberg entsprechend eingerichtet wurde, sollte nicht einmal eine Passworteingabe erforderlich sein. Ansonsten muss jedoch das Netz “EHESS-Wifi” genutzt werden. Bei jedem Nutzungsvorgang wird der Benutzername wie z.B. “vnachname”, das Passwort sowie die Zustimmung zu den Nutzungsbedingungen in einem sich öffnenden Browserfenster abgefragt. Eine gleichzeitige Nutzung mit mehreren Geräten ist nicht möglich und alle Daten werden unverschlüsselt übertragen.


Radio

Logo, an denen Schreiben des

Logo, anhand dessen Schreiben des “ARD ZDF Deutschlandradio” zu erkennen sind

In Deutschland erhalten Studierende nach der obligatorischen Anmeldung im Rathaus häufig ein Schreiben des “ARD ZDF Deutschlandradio Beitragsservice”. Dabei geht es um den Rundfunkbeitrag von 17,50 Euro pro Monat, zu dessen Zahlung jeder Haushalt verpflichtet ist – egal, ob tatsächlich ein Fernseher oder Computer besessen wird und egal, ob die Radio-, Fernseh- und Internetangebote von ARD, ZDF und Deutschlandradio tatsächlich konsumiert werden. Ausnahmen gelten nur bei bestimmten Behinderungen und beim Bezug bestimmter Sozialleistungen wie BAföG. Studierende sind in der Regel verpflichtet, den Rundfunkbeitrag zu zahlen, in Wohngemeinschaften (WG) können sich die Mitbewohner den Beitrag teilen, wobei üblicherweise ein/-e Bewohner/-in den Beitrag zahlt und die anderen ihren Anteil an diese/n Bewohner/in erstatten. Die Schreiben des “Beitragsservice” zu ignorieren empfiehlt nicht: Es drohen hohe Nachforderungen. Weitere Informationen zum Rundfunkbeitrag gibt es auf der Internetseite des “ARD ZDF Deutschlandradio Beitragsservice”, dort kann das Schreiben auch online beantwortet werden.

In Frankreich gibt es einen Rundfunkbeitrag (Contribution à l’audiovisuel public) in Höhe von 137 Euro pro Jahr (d.h. rechnerisch 11,42 Euro pro Monat). Zur Zahlung verpflichtet sind die Besitzer einer Wohnung, in denen einen Rundfunkgerät zum Empfang bereitgehalten wird. Entrichtet wird der Betrag jährlich gemeinsam mit der Wohnsteuer durch den Eigentümer, weswegen Rundfunkbeiträge meist als Nebenkosten in der Miete enthalten sind.