Was für eine Geschichte!

Stéphane Audouin-Rouzeau zählt zu den bedeutendsten Erneuerern der Forschung über die Geschichte des Ersten Weltkriegs. In einem Vortrag und einer anschließenden Diskussion mit Sven Externbrink wird er am 16. Oktober 2018 in Heidelberg sein neuestes, sehr persönliches Buch vorstellen.

In zahlreichen Studien hat sich Stéphane Audouin-Rouzeau mit den Soldaten, ihren Leiden, Ängsten, Hoffnungen, ihrer Verzweiflung, der erlittenen und der Ausübung von entfesselter Gewalt, und immer wieder mit der Erinnerung, mit dem Weiterleben nach dem Krieg auseinandergesetzt. So hat er maßgeblich an der Konzeption des Mémorial de la Grande Guerre in Péronne an der Somme mitgewirkt, das die Schrecken des Grande Guerre den Besuchern auf eine dahin unbekannte Art näher brachte und neue Formen des Erinnerns erschließt.

Mit Quelle Histoire (Paris 2014) hat sich Audouin-Rouzeau den Nachwirkungen des Ersten Weltkriegs in der eigenen Familie genähert – und zeigt in einem sehr persönlichen Buch, wie die „Grande Guerre“ seine Familie über drei Generationen geprägt – oder vielleicht „verfolgt“ hat. In einem Dialog-Vortrag mit Sven Externbrink (Historisches Seminar Heidelberg) wird dieser „Geschichte einer Abstammung“ und der generationenübergreifenden Traumatisierung durch Gewalt und Krieg nachgegangen –.

Mit Unterstützung der Deutsch-Französischen Hochschule

Veranstaltung im Rahmen der Deutsch-Französischen Woche Heidelberg

Vortrag/Diskussion
Stéphane Audoin-Rouzeau
(École des Hautes Études en Sciences Sociales Paris)
Quelle Histoire.
Un récit de filiation 1914–2014
Was für eine Geschichte! Erzählung einer Abstammung (1914–2014)

Flyer

Vortrag u. Diskussion mit Prof. Sven Externbrink

Dienstag 16. Oktober 2018, 18–20 Uhr

Neue Universität – Hörsaalgebäude HS 06