Die Institutionen

ehess-300x300Die École des Hautes Études en Sciences Sociales (EHESS), der seit 2013 der Wirtschaftshistoriker Pierre-Cyrille Hautcœur vorsteht, geht zurück auf die Formierung der 6. Section an der École Pratique des Hautes Études im Jahre 1947 auf Initiative mehrerer herausragender französischer Historiker, darunter Lucien Febvre und Fernand Braudel. Ihre heutige Gestalt als eigenständiges Grand établissement de recherche et d’enseignement hat sie im Jahre 1975 erhalten. Die Mention Histoire (Abteilung für Geschichte) widmet sich sowohl der Forschung als auch der Vermittlung von Forschungskompetenz im Rahmen von Seminaren, nicht zuletzt in Anlehnung an die deutsche Wissenschaftstradition. Die Forschung vollzieht sich in Centres, Groupes und Equipes, zumeist eng verbunden mit anderen Forschungseinrichtungen wie dem CNRS. Das größte Laboratoire der EHESS im Bereich der Geschichte ist das Centre de recherches historiques (CRH) unter der Leitung von Florian Brayard (directeur), Mathieu Marraud und Jean-Paul Zuniga (directeurs adjoints), welches etwa 130 enseignants-chercheurs und chercheurs umfasst und Hunderte Doktoranden betreut. Ihm sind zahlreiche Forschungsgruppen zugeordnet, darüber hinaus bestehen auch weitere Laboratorien mit teils historischer Orientierung, u. a. das Centre Georg Simmel (Deutschlandstudien). Die Lehre im Bereich der Geschichte beruht auf einer Mention de Master Recherche – spécialité Histoire & Civilisations unter Leitung von Antoine Lilti (directeur) und Cléo M. Carastro (directrice adjointe) sowie einer Formation doctorale Histoire & Civilisation (Leitung Antoine Lilti).

Die Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg (gegründet 1386) ist die älteste fortwährend bestehende Universität Deutschlands. Das Historische Seminar hat im Jahr 2015 sein 125-jähriges Bestehen gefeiert, jedoch geht die Einrichtung eines historischen Lehrstuhls an der Universität bis auf den Beginn des 19. Jahrhunderts zurück. Seit 2004 ist das Historische Seminar Teil des Zentrums für Europäische Geschichts- und Kulturwissenschaften (ZEGK), zusammen mit der Europäischen Kunstgeschichte, Musikwissenschaft und Religionswissenschaft. Das eigenständige Seminar für Alte Geschichte und Epigraphik gehört hingegen zum Zentrum für Altertumswissenschaften, ist mit dem Historischen Seminar aber in der Lehre sehr eng verbunden; ebenso wie das Heidelberger Südasien-Institut (SAI). Zusammen mit einer Vielzahl weiterer Institute gehört auch das Historische Seminar der Philosophischen Fakultät an, die u. a. das Promotionsrecht ausübt und das Prüfungsamt (GPA) gemeinsam mit der Neuphilologischen Fakultät unterhält. Das Historische Seminar umfasst drei Professuren im Bereich der Mittelalterlichen und Landesgeschichte, vier im Bereich der Neueren bis Zeitgeschichte sowie Professuren für Amerikanische, Osteuropäische und Sozial- und Wirtschaftsgeschichte. Es kooperiert eng mit der Hochschule für Jüdische Studien und ist an zwei Schwerpunkten der Heidelberger Verbundforschung intensiv beteiligt, dem Cluster of excellence „Asia and Europe in a global context“ und dem Sonderforschungsbereich 933 „Materiale Textkulturen“.

Siehe auch
Website der EHESS
Website der Universität Heidelberg und des Historischen Seminars